Fernseh-Tipps rund um Wald und Natur

Am 19.10.21 19:45 - 19:50 Uhr auf

ARD: Wie umweltfreundlich ist E10 Kraftstoff?
E-10, der Kraftstoff mit 10 % Bioethanol, war und ist in aller Munde. Das, was nach einer klimafreundlichen Idee klingt, wird allerdings von vielen Umweltaktivisten kritisiert. Ob man mit E-10 wirklich bedenkenlos auf das Gaspedal treten kann oder der Kraftstoff wohl doch unserem Klima einheizt, erklärt Thomas D bei "Wissen vor acht - Natur".

Am 19.10.21 20:15 - 21:10 Uhr auf
arte: Dürre in Europa - Die Katastrophe ist hausgemacht
Europas Wälder brennen, die Ernte verdorrt. Nach drei Jahren mit extremer Trockenheit und Hitzesommern ist der Boden in vielen Regionen Europas metertief ausgetrocknet. Selbst die Grundwasserspeicher leeren sich dramatisch. Das kannte man bisher nur aus Wüstengebieten. Wissenschaftler bestätigen: Es herrscht Dürre in Europa. Mit drastischen Folgen für die Landwirtschaft, die Wälder und unser Leben. Die Dokumentation geht anhand von Beispielen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Rumänien der Frage nach, wie weit diese Katastrophe jenseits des Klimawandels selbst verschuldet ist.

Am 19.10.21 22:05 - 23:45 Uhr auf
arte: Die Erdzerstörer
Der Anstieg des Meeresspiegels und das Abschmelzen der Polkappen stehen symptomatisch für einen Prozess, der unaufhaltsam scheint. Regierungen und multinationale Konzerne werden immer öfter als Verantwortliche ausgemacht: Umweltorganisationen reichen Petitionen ein und berühmte Persönlichkeiten rufen zum Handeln auf. Forscher veröffentlichen erschreckende Zahlen: Seit Beginn des Industriezeitalters wurden über 1.400 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gepumpt. Die biologische Vielfalt ging rapide zurück, und Prognosen sprechen von 250 Millionen bis eine Milliarde Klimaflüchtlingen - hochgerechnet bis ins Jahr 2050. Bis 2100 werden auf knapp 40 Prozent der Erdoberfläche Bedingungen herrschen, mit denen kein lebender Organismus des blauen Planeten je konfrontiert wurde.

Am 20.10.21 07:30 - 07:55 Uhr auf
ARD-alpha: Ein Herz für den Nerz
Diesmal geht es um den europäischen Nerz. Der wurde von alters her wegen seines schönen Pelzes gejagt, bis er in Europa nahezu ausgerottet war. Dann nahte Rettung. Für die begehrten Nerzmäntel wurde um 1920 als Pelzliferant der nordamerikanische Vetter des Nerzes, der Mink, nach Europa importiert. Die Minks, als Zuchttiere in Farmen gehalten, bewirkten, dass sich der europäische Nerz allmählich vermehren konnte. Doch in den 80er Jahren befreiten radikale Tierschützer in nächtlichen Aktionen viele Zucht-Minks aus den Käfigen. Seither sind es die freigelassenen Minks, die den europäischen Nerz bedrohen.

Am 20.10.21 09:30 - 09:45 Uhr auf
ARD-alpha: Das versteckte Leben im Apfelbaum
Ein Apfelbaum auf einer Streuobstwiese dient einer Steinkauzfamilie als Unterschlupf. Doch die Vögel sind nicht die einzigen Untermieter. Ein Blick durch die Lupe offenbart: Es wimmelt hier nur so vor Insekten und anderen Kleinlebewesen. Der Apfelbaum ist ihre Welt. Sie überwintern unter der Rinde, wachsen heran, pflanzen sich fort. Manche von ihnen nutzen den Baum aus und schaden ihm. Die Raupe des Apfelwicklers lässt sich die Äpfel schmecken. Ein Käfer legt seine Eier in die Blüten des Baumes und verhindert so, dass überhaupt Früchte reifen - sein Name: Apfelblütenstecher. Doch der Apfelbaum hat auch Verbündete: Raubwanzen und Florfliegenlarven machen Jagd auf die Schädlinge und verspeisen sie. Dramatischer Überlebenskampf und fürsorgliche Brutpflege auf wenigen Quadratzentimetern - extreme Nahaufnahmen ermöglichen einen faszinierenden Einblick in den Mikrokosmos im Apfelbaum.

Am 20.10.21 10:00 - 10:45 Uhr auf
arte: Frankreich, mild und wild (1/4)
Grenzenloses Frankreich - die vierteilige Dokumentationsreihe geht auf Entdeckungsreise in Frankreich. Sie erkundet die tropische Flora und Fauna in den Überseegebieten und Frankreichs vielseitige Natur mit ihren zahlreichen Gärten und Wäldern, Kanälen und Flüssen sowie ihren imposanten Berglandschaften. In dieser Folge: Frankreich kann dank seiner unterschiedlichen Klimazonen eine vielseitige Natur vorweisen. Das Kamerateam begibt sich auf eine Reise von Korsika bis in die Bretagne, um die Vielfalt von Gerüchen und Farben zu ergründen und Menschen mit ihrer ganz eigenen und besonderen Beziehung zur Pflanzenwelt zu treffen.
(Zwei weitere Folgen über Berge und Tropen direkt im Anschluss, bis 12.15 Uhr)

Am 20.10.21 18:45 - 19:15 Uhr auf
ZDFinfo: Klima im Wandel - Keiner stirbt für sich allein
Während der Mensch noch debattiert, ist die Natur schon mittendrin: im Wandel durch den Klimawandel. Und die Folgen sieht man nicht nur in der Arktis, sondern auch direkt vor der Haustür. Der Faktor Klima ist entscheidend im Spiel des Lebens. Ändert er sich, werden die Karten neu gemischt. Doch wer verliert, wer gewinnt – und wo steht der Mensch? Harald Lesch geht dieser Frage nach, verfolgt die schon erkennbaren Spuren der Klimaveränderung und zeigt die Auswirkungen auf das komplexe Netzwerk der Natur.

Am 20.10.21 20:15 - 21:00 Uhr auf
NDR: Unbekanntes Madagaskar (1/2)
Madagaskar: Insel der Superlative. Seit Jahrmillionen liegt die Insel, die etwa so groß wie Frankreich ist, isoliert im Indischen Ozean. Abseits der Kontinente hat sich eine eigene und oft eigenartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Die zweiteilige Naturdokumentation "Unbekanntes Madagaskar" erzählt mit spektakulären und seltenen Filmaufnahmen die Geschichte dieser Wunderwelt und wie dramatisch sie sich verändert. In der ersten Folge des zweiteiligen Naturfilms stehen Madagaskars Regenwälder mit ihren Bewohnern im Mittelpunkt.
(Teil 2 direkt im Anschluss, bis 21.45 Uhr)

Am 20.10.21 20:15 - 21:00 Uhr auf
SWR: Das Geschäft mit der Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist der Trend der Stunde und zunehmend ein Verkaufsargument für Produkte aller Art. Dabei wird mit dem schlechten Gewissen der Menschen viel Geld verdient. Mit Mogelpackungen und Etikettenschwindel, mit gekauften Studien, die vermeintliche Öko-Mythen entlarven und in Wahrheit nur bestimmte Produkte promoten sollen. Das Magazin geht auf Spurensuche und entlarvt Ökotrickser und Nachhaltigkeitslügen.
(Wdh. morgen 10.15-11.00 Uhr)

Am 20.10.21 21:40 - 22:25 Uhr auf
ZDFinfo: SOS Amazonas - Apokalypse im Regenwald
Die Bilder der brennenden Amazonaswälder haben in diesem Sommer weltweit für Entsetzen gesorgt. Plötzlich schien die Bedrohung greifbar – die Lunge der Welt brennt, und unisono waren sich Politiker, Publizisten und jedermann einig: Hier muss etwas geschehen. Denn ohne die Amazonasregion hat die Erde ein existenzielles Problem. Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss und beheimatet die größte Artenvielfalt weltweit, die Region ist die Heimat vieler indigener Ureinwohner, deren Lebensraum nun massiv bedroht ist. Der Film reflektiert die aktuelle ökologische und humanitäre Katastrophe und sucht nach den Gründen für den desaströsen Umgang mit dem einzigartigen Ökosystem.

Am 21.10.21 05:15 - 06:00 Uhr auf
phoenix: Winzige Wunder - Insekten (1/3)
Sie lieben das Horror-Genre? Grausame Todesfälle, Massenmörder und trickreiche Killer? Wundersame Rettungen in letzter Sekunde geben Ihnen den besonderen Kick? Nach diesem Film wissen Sie: Der beste und gruseligste Tatort ist die nächste Wiese. Die Dokumentation führt die Zuschauer mit Hilfe von Superzeitlupen, Zeitraffern und Makroaufnahmen in die Welt der heimischen Käfer und zeigt faszinierende Verhaltensweisen, die normalerweise im Verborgenen bleiben.
(Teile 2 und 3 direkt im Anschluss, bis 7.30 Uhr)

Am 21.10.21 07:30 - 07:55 Uhr auf
ARD-alpha: Im bayerischen Urwald ist was los
Felix Heidinger hat sich mit der Kamera zu den heimischen Tieren aufgemacht. Er stellt auch Tierarten vor, die aus unseren Wäldern verschwanden. Denn inzwischen hat man einige der bei uns ausgerotteten oder nur noch selten vorkommenden Tierarten im Bayerischen Wald angesiedelt. Und man hält sie auch in Gehegen des Bayerwald Tierparks, um Besuchern zu zeigen, wie sie aussehen. Ob Luchs oder Wolf, Auerhuhn oder Biber - für alle blieben in den von Menschen dicht besiedelten Gebieten nicht mehr genügend Naturlandschaften zum Überleben. Doch mittlerweile hat sich einiges zum Besseren gewendet. Biber bauen bei uns wieder ihre Dämme, und auch das seltene Auerhuhn hat eine Überlebenschance. Im Bayerischen Wald kümmert man sich intensiv um die Nachzucht des Wildvogels. Die empfindlichen Küken werden in Kinderstuben betreut und als kräftige, halberwachsene Hähne und Hennen in die Freiheit entlassen. Den lauten Balzgesang der prächtigen, schwarzen Auerhähne kann man im Frühjahr weithin hören.

Am 21.10.21 10:50 - 11:45 Uhr auf
arte: Im Königreich der Pilze
Im Verborgenen liegt ein Reich, das unbemerkt das Leben regiert. Eine fremde Welt mit den größten und ältesten lebenden Organismen auf der Erde: Pilze. Ihren Eigenschaften und Fähigkeiten verdanken alle Lebewesen ihre Existenz. Wissenschaftler auf der ganzen Welt beginnen gerade erst zu verstehen, welche Bedeutung Pilze überhaupt haben.
(Wdh. übermorgen 12.35-13.30 Uhr)

Am 21.10.21 11:15 - 11:45 Uhr auf
phoenix: Klimachronik
Der Klimagipfel 2020 wurde verschoben, denn Corona machte auch vor Glasgow nicht halt. phoenix fragt „Was geschah bisher?“ und schaut zurück auf die vergangenen Klimagipfel - von Rio bis Glasgow. Was hat sich in der Klimapolitik bewegt? Was hat sich seit dem Pariser Klimaabkommen geändert und mit welchem Ausblick schauen wir auf den nächsten Klimagipfel?

Am 21.10.21 13:55 - 15:00 Uhr auf
ServusTV: Indonesien - Die Wallace-Linie

Indonesien ist ein Archipel, bestehend aus 17.000 Inseln. Davon sind 6000 Inseln bewohnt. Das Archipel verfügt über einen bemerkenswerten Naturschatz, der sich in asiatisch und australisch geprägte Flora und Fauna aufteilt. Die biogeografische Trennlinie zwischen den beiden Naturräumen ist die Wallace-Linie, benannt nach dem englischen Naturforscher Alfred Russel Wallace. Der Wissenschaftler erkannte, dass sich etwa Elefanten, Tiger und Orang-Utans sehr wohl auf Borneo, Java und Bali befanden, jedoch nicht auf Sulawesi, den Molukken und den kleinen Sunda-Inseln. Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren von Alfred Russel Wallace, vom aktiven Vulkan Gunung Agung auf der Insel Bali bis nach Dili, die Hauptstadt Osttimors.

Am 21.10.21 16:00 - 16:55 Uhr auf
ServusTV: Holz
Der Werkstoff Holz wurde, lange bevor Stahl und Plastik zum Einsatz kamen, in der Bauindustrie verwendet. In der Vergangenheit galt Holz als wichtigster Rohstoff im Bauwesen. Noch heute ist der Baustoff in Verwendung: Holz wird genutzt, um Burger zu braten, Häuser abzustützen und als Fußboden. Holz gilt weiterhin als wichtiger Rohstoff im Alltag der Menschen.
(Wdh. morgen 12.05-13.05 Uhr)

Am 21.10.21 18:30 - 19:20 Uhr auf
arte: Wildes Baltikum - Wälder und Moore
Das Hinterland des Baltikums ist reich an Wäldern, Mooren und Seen. Die weite, oft unberührte Wildnis bietet vielen Tieren Raum zum Leben. In Estlands Urwäldern von Alutaguse leben über 350 Braunbären. Wenn die Bärin mit ihren Jungen aus dem Winterschlaf erwacht, muss sie aufmerksam sein. Große Bärenmännchen können ihrem Nachwuchs gefährlich werden. Besonders während der Paarungszeit sind sie aggressiv und töten Jungbären, die sich in der Nähe der Weibchen aufhalten.

Am 21.10.21 19:40 - 20:15 Uhr auf
arte: Tatort Wald - Die Holzmafia in Rumänien
In den Wäldern Rumäniens findet seit Jahrzehnten ein Kahlschlag von enormem Ausmaß statt - auch illegal in Nationalparks. Das Holz wird in alle Welt exportiert, obwohl gegen Rumänien ein Vertragsverletzungsverfahren seitens der EU läuft. Wie kann es sein, dass alle Anstrengungen nichts nützen und der Kahlschlag ungehindert weitergeht? Stecken mafiöse Strukturen dahinter? Umweltaktivisten wie der 35-jährige Horea Petrehus vermuten das. Der Bildhauer und Förster stellt sich gegen die zerstörerischen Profitjäger der Holzindustrie. Um die natürlichen Waldressourcen besser überwachen zu können, gründete Petrehus einen Verband für die Forschung der Habitate. Die meiste Zeit verbringt Petrehus in der Natur. Auch Gabriel Paun von der Umweltorganisation Agent Green hat sich der Rettung des rumänischen Urwalds verschrieben. Und er weiß, wie gefährlich dieses Engagement ist. Sechs Waldschützer sind bereits ermordet worden. Petrehus und Paun scheuen trotzdem keine Gefahr. Sie wollen vor allem das Bewusstsein der jungen Generationen für diese Naturressource schärfen. Denn es kommt auch auf uns als Verbraucher an. Es ist eben nicht egal, wo das Holz für die Möbel, Spanplatten oder Brennholz herkommt.
(Wdh. morgen 12.15-12.50 Uhr)

Am 21.10.21 20:15 - 21:00 Uhr auf
arte: Der Sibirische Tiger - Seele der russischen Wildnis
Der Sibirische Tiger ist die größte Raubkatze der Welt. In den Urwäldern im Osten Russlands trägt er als höchstes Glied in der Nahrungskette entscheidend zur Aufrechterhaltung des Ökosystems bei. Das Raubtier gilt als "Seele der russischen Wildnis". Dabei hätte der Mensch es in den 1940er Jahren fast ausgerottet. Zwar ist der Bestand inzwischen dank strikter Artenschutzmaßnahmen wieder gewachsen, doch neue Urbanisierungstrends bedrohen seinen Lebensraum zusehends. Die Dokumentation sucht nach Lösungen für das Zusammenleben mit dem Raubtier und erinnert daran, dass das Schicksal des Sibirischen Tigers in der Hand des Menschen liegt.

Am 22.10.21 04:02 - 04:30 Uhr auf
tagesschau24: Knappes Holz, hohe Preise - Holznotstand im Norden
Holz wird derzeit zu Tagespreisen gehandelt. Das kann auch teuer werden für Familien, die sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen. Sägewerke arbeiten am Anschlag ihrer Kapazitäten. Was sie produzieren, wird ihnen förmlich aus den Händen gerissen. Bei den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern kommt von dem Holzboom allerdings nicht viel an. Wegen Sturmschäden und Schädlingsbefall müssen sie mehr Bäume fällen, als sie eigentlich wollen. "Die Nordreportage" begleitet Holz-Profis durch diese ungewöhnliche Zeit.

Am 22.10.21 05:40 - 05:55 Uhr auf
arte: Mit offenen Karten - Die Welt der Bienen
Unter den Millionen Insektenarten, die um uns herumschwirren und -krabbeln, spielen die Bienen eine herausragende Rolle: Als Nützlinge produzieren sie Wachs, Honig und vor allem bestäuben sie Blütenpflanzen. Das macht sie für die Landwirtschaft unverzichtbar. Ihre Geschichte und geografische Verbreitung erzählt viel über den Menschen, der die fleißigen Helferinnen seit jeher bei der Eroberung neuer Gebiete in seinen Dienst stellte. Als globalisiertes Insekt leidet sie heute als Erste unter den Folgen der überindustrialisierten Landwirtschaft.

Am 22.10.21 06:55 - 07:50 Uhr auf
arte: Neuseeland - Die Tiere vom Ende der Welt
"Aotearoa - Land der langen weißen Wolke" nennen die Maori Neuseeland. Auf der langen weißen Wolke, die über eine Fläche von knapp 270.000 Quadratkilometer verfügt, leben nur fünf Millionen Menschen, die unglaubliche Naturvielfalt ist noch relativ unberührt. Viele endemische Tierarten sind hier zu finden, einige davon sind vom Aussterben bedroht. Daher setzen sich immer mehr Neuseeländer für das Überleben der Tiere ein und haben eine große Sensibilität für die Einzigartigkeit ihrer Natur entwickelt. ARTE begleitet einige von ihnen und taucht mit ihnen in die Welt der Königsalbatrosse, Gelbaugenpinguine und Maui-Delfine ein.

Am 22.10.21 07:30 - 07:55 Uhr auf
ARD-alpha: Mit dem Biber auf Reisen
Der bekannte Tierfilmer Felix Heidinger stellt eins der größten Nagetiere vor, den Biber.
Über 30 kg kann der Biber schwer werden - ein kräftiges Tier und ein höchster geschickter Baumeister. Seine Biberburgen, Staudämme und Untertunnelungen erschafft er sich da,
wo er sie braucht. Leider ist der geeignete Lebensraum für die rund 2000 Biber, die in Bayern heimisch sind, sehr begrenzt. Mehr Tiere kann das Land kaum verkraften. In Rumänien, in den wilden Karpaten, sind "überzählige" bayerische Biber willkommen. Felix Heidinger berichtet von einem Biber-Umsiedlungsprojekt - einer langen Reise von zwei Biberfamilien nach Rumänien. Er zeigt, welche Überraschungen sich ereigneten, als man den Bibern dort Burgen gebaut hatte, in die sie einziehen sollten.

Am 22.10.21 14:50 - 15:30 Uhr auf
3sat: Europas Urwälder: Wilde Karpaten
In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete - meist in schwer zugänglichen Bergregionen - der Abholzung entgangen. Ein Beispiel sind die Karpaten. Bis zu 40 Meter hohe und 400 Jahre alte Bäume stehen in dem größten zusammenhängenden Buchenurwald Europas. Und bis heute sind hier Wölfe und Bären zu Hause. Entlang der rumänischen Karpaten erstreckt sich der größte Buchenurwald Europas. Hier gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind. Seine abgeschiedene Lage an unzugänglichen Berghängen hat den Urwald in Rumänien bis heute überleben lassen. Denn an leichter zugänglichen Stellen werden auch alte Bäume gerodet und als Bau- und Brennholz verkauft. In den unberührten Urwäldern der Karpaten finden große und kleine Tiere genügend Futter. Und weil alte umgestürzte Bäume einfach liegenbleiben, bieten sie ausreichend Schutz. Kleinstlebewesen und Pilze zersetzen das Holz zu Humus. Der perfekte natürliche Kreislauf funktioniert im Urwald der Karpaten seit Jahrhunderten.

Am 22.10.21 15:30 - 16:15 Uhr auf
3sat: Spreewald - Labyrinth des Wassermanns
Der Spreewald, im Osten Deutschlands gelegen, ist ein geschütztes Biosphärenreservat und ein in Europa einzigartiges Binnendelta. Der Film stellt die historische Kulturlandschaft vor. In dem Labyrinth von stillen Wasserläufen und Seen sind manche Ortschaften bis heute nur mit dem Kahn erreichbar. Ein Kahnfahrer stellt mit seinem Holzboot das Flussgebiet vor und treibt durch die "Fließe" genannten Kanäle. Dabei trifft er auf die dort ansässigen Sorben, eine slawische Minderheit. Sie haben eine lebendige, eigene Kultur mit farbenfrohen Bräuchen und Festen.

Am 22.10.21 16:15 - 17:00 Uhr auf
3sat: Unsere Wälder (1/3) - Die Sprache der Bäume
Auch wenn sie ihr Leben lang am selben Fleck stehen: Bäume sind keine stummen, einsamen Wesen. Im Wald haben sie Freunde und Geschäftspartner, Familienangehörige und Feinde. Und mit allen sind sie vernetzt. Unter der Erde nimmt jede Baumwurzel etwa doppelt so viel Fläche ein wie die Krone in luftiger Höhe. Und in einem einzigen Teelöffel Walderde befinden sich kilometerlange Pilzgeflechte, winzige Leitungen, die ganze Wälder vernetzen - wie das Internet unsere Computer. Fast alle Bäume im Wald kooperieren mit einem oder mehreren Pilzfreunden.

Am 22.10.21 17:00 - 17:45 Uhr auf
3sat: Unsere Wälder (2/3) - Ein Jahr unter Bäumen
Frühling, Sommer, Herbst und Winter bringen nicht nur Farbe in unsere Wälder, sie öffnen kurze Zeitfenster, die viele Waldbewohner nutzen müssen, um zu überleben: von der verschwenderischen Blütenpracht der Frühblüher, denen nur wenige Wochen unter kahlen Bäumen bleiben, um Kohlenhydrate fürs ganze Jahr zu produzieren, bis zur Samenfülle der Mastjahre, in denen Bäume über Hunderte von Kilometern ihre Blüte synchronisieren - und damit die Menge ihrer Früchte.

Am 22.10.21 17:45 - 18:30 Uhr auf
3sat: Unsere Wälder (3/3) - Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel
Wälder sind die größten Süßwasserspeicher - denn alles im Wald ist darauf ausgelegt, Wasser für schlechte Zeiten zu bunkern. Die Baumkronen fangen einen Großteil des Niederschlages auf, bevor er zu Boden fällt, wo der humusreiche Untergrund ihn aufsaugt wie ein Schwamm. Baumwurzeln, die von ihren Pilzfreunden in einen zarten Filz gehüllt werden, speichern das kostbare Nass. Und wie durch ein Wunder gelangt es von den Wurzeln wieder hinauf in die Krone - ganz ohne Motorpumpen. Hier oben wird es gebraucht für die Photosynthese. Denn ohne Wasser kommt die Zuckerproduktion in den Blättern zum Stillstand, und dem ganzen Wald knurrt der Magen. Während die Blätter oben die Energie der Sonne einfangen, sorgt das geschlossene Kronendach für grünes Dämmerlicht unter den Bäumen - und für ein gleichmäßig kühles, feuchtes Klima im Waldinneren.

Am 22.10.21 20:15 - 21:15 Uhr auf
NDR: Ab in den Wald!
Schleswig-Holstein ist mit nur elf Prozent Waldfläche das waldärmste Bundesland in Deutschland. Seit der Corona-Pandemie wird diese rare Fläche noch deutlicher sichtbar, denn immer mehr Menschen flüchten sich geradezu in die Wälder. Manche sind auf der Suche nach Erholung oder nach sportlichen Abenteuern auf dem Mountainbike. Das zunehmende Interesse am Wald spürt auch ein Jagdausbilder in Flensburg. Die Zahl der Jäger*innen steigt bereits seit Jahren. Und dann ist da noch Förster Karsten Tybussek, der eigentlich Bäume in Scharbeutz heranziehen soll, die kerzengerade sind. Schon längst setzt er sich allerdings für wilde Natur in seinem Wald ein. Nun muss er die größer werdende Zahl an Waldbesucher*innen in Schach halten.

Am 22.10.21 20:15 - 21:00 Uhr auf
WDR: Der grüne Visionär - Adenauers Gärten
Konrad Adenauer war ein grüner Visionär. Wenngleich der Gründungskanzler der Bundesrepublik politisch auch ein CDU-"Schwarzer" war und blieb. Aber, er hatte auch eine tief grüne Seele: "Grün für alle". Für Adenauer war das eine soziale Aufgabe. Licht, Luft, Natur für die "ärmeren Klassen", die nicht wie die Villenbesitzer einen Garten hinterm Haus hatten, schrieb er. So entstand der Grüngürtel rund um Köln. Ein Schutzwall auch gegen Umweltverschmutzung. Dafür, man staune, enteignete er als Oberbürgermeister von Köln auch Landbesitzer.
(Wdh. übermorgen 11.50-12.35 Uhr)