#waldbewegt Veranstaltungen laden bundesweit Bevölkerung ein

Mehr als zwei Milliarden Waldbesuche werden in Deutschland jährlich gezählt. Besonders viele waren es in diesem Jahr am 15. und 16. September. Erstmals fanden bundesweit die Deutschen Waldtage 2018 statt. Bundesministerin Julia Klöckner eröffnete diese bei einer zentralen Veranstaltung am Freitag in Berlin.

Initiiert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) hatten Forstleute und Waldbesitzende gemeinsam mit Sportlerinnen und Sportlern in die Wälder eingeladen. Bei deutschlandweit 205 Veranstaltungen unter dem Motto "Wald bewegt" standen sportliche Aktivitäten und Informationsangebote auf dem Programm.

Bundesministerin Klöckner mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann und dem Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates Georg Schirmbeck, Quelle: BMEL/Heinl/photothek.net

Die Deutschen Waldtage warben so für gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme in der größten "Erlebnis- und Sportarena Deutschlands". Während der Waldtage erlebten quer durch Deutschland Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Waldbesitzenden und Forstleuten den Wald aktiv und kam miteinander ins Gespräch.

Bereits zur Eröffnung der Waldtage hatte die Ministerin betont: "Als Multitalent ist der Wald Rohstofflieferant, Lebensraum, Wasserfilter, Arbeitgeber und Einkommensquelle, Klimaschützer, Erholungsort und Freizeitstätte. Die oberste Regel im Wald ist Rücksichtnahme. Jeder Waldnutzer muss auch Waldschützer sein. Gerade Freizeitwaldbesucher vergessen oft, dass der Wald, in dem wir uns begegnen, nicht uns gehört. Wir müssen Rücksicht auf die Natur und seine Bewohner nehmen."

Bei einer Veranstaltung mit Vertretern aus der Forst- Holz- und Sportbranche in Berlin hatte sie zudem hervorgehoben, wie viele Menschen der Wald bewegt. Sie stellte dabei heraus, wie bedeutsam der Dialog mit Blick auf das Zusammenwirken von Sport, Forst und Erholungsnutzung ist. Es sei vor diesem Hintergrund gut, dass die Zusammenarbeit zwischen Forstleuten und Sportlern bereits mit einer Kooperationsvereinabrung "Wald.Sport.Bewegt" gestartet worden sei. Mit den Deutschen Waldtagen wolle man hieran anknüpfen und diese weiter ausbauen.

Wald als Lebensraum und Arbeitsplatz kennenlernen

Eben diese Vielfalt nahmen die Waldtage gezielt in den Blick: Sportaktive und Erholungssuchende konnten den Wald als Lebensraum und Arbeitsplatz kennenlernen. Gleichzeitig nutzten Sportlerinnen und Sportler die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse an den Wald als Sportraum darzustellen. Um die positiven und gesundheitsfördernden Wirkungen des Waldes aktiv erlebbar zu machen, organisierten Sportvereine, Forstleute und Waldbesitzende im ganzen Land gemeinsam zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen, wie Raderlebnistage, Bogenschießen, Laufveranstaltungen, Waldolympiaden, Waldexkursionen zu Pferd, Geocaching oder das sogenannte Plogging, eine Mischung aus Müllsammeln und Joggen im Wald.

Die Forstleute informierten über den Wald und boten hautnah interessante Einblicke in ihre Arbeit. Die Deutschen Waldtage 2018 förderten so den Dialog und warben für gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme der Menschen mit ihren verschiedenen Freizeitaktivitäten untereinander, aber auch für diejenigen, die den Wald beruflich nutzen oder denen der Wald gehört.

Hintergrund: Deutsche Waldtage 2018

Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) fanden vom 13. bis 16. September 2018 die ersten bundesweiten Deutschen Waldtage 2018 statt. Unter dem Motto "Wald bewegt" standen dabei Sport, Erholung und Gesundheit im Mittelpunkt. Bürgerinnen und Bürger waren von Waldbesitzern und Forstleuten zu regionalen Veranstaltungen in die Wälder eingeladen.

Mit den Deutschen Waldtagen 2018 wurde ein Dialog zwischen Forstwirtschaft, Sport und Öffentlichkeit gestartet, bei dem es um gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme geht. Denn den Wald als "größte Erlebnisarena Deutschlands" zu nutzen, ist nicht selbstverständlich.

Das Engagement der Forstbranche und der Sportorganisationen anlässlich der Deutschen Waldtage 2018 war eingebettet in die Kooperation "WALD.SPORT.BEWEGT." des DOSB und des DFWR, die zu einer stärkeren Vernetzung und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit der Akteure von Forst- und Sportseite beitragen soll.

Informationen rund um die Deutschen Waldtagen 2018 und finden Sie hier.