Waldwegeinstandsetzung nach Schadflächensanierung

Rund acht Millionen Euro investiert die Landesforstanstalt jährlich in die Waldwege. Ökologischer Wegebau ist teuer

Erfurt (hs): Die Sanierung von Borkenkäfer-Schadholzflächen hatte für viele Waldbesitzende in Thüringen in den letzten Jahren höchste Priorität und ist immer noch Schwerpunktaufgabe in den Fichtengebieten. Denn je schneller das vom Borkenkäfer befallene Holz eingeschlagen und aus dem Wald transportiert ist, umso geringer ist die Gefahr einer weiteren Infektion gesunder Bäume. Die Schadholzsanierung fordert allerdings bei den Forstwegen ihren Tribut. Schlaglöcher in den Fahrbahndecken, Fahrspuren auf den Forstwegen sowie Schlammablagerungen schränken deren Nutzbarkeit für Waldbesuchende und Wintersportler zeitweise ein. Die Waldbesitzenden reagieren mit kurzfristigen Waldwegeinstandsetzungen. Allerdings erfordert dies erhebliche finanzielle Investitionen, weshalb dem Privat- und Körperschaftswald entsprechende Fördermöglichkeiten offenstehen.

 

ThüringenForst investiert 2023 rund acht Millionen Euro in Wegesanierung

„Allein die ThüringenForst-AöR wird in diesem Jahr rund acht Millionen Euro für die Pflege und Instandsetzung ihrer rund 5.000 Kilometer Forstwege im Staatswald investiert haben. Damit werden etwa 5 % der Holzerlöse der Landesforstanstalt allein in die Wegeinfrastruktur reinvestiert“, erklärt Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Die ökologische Bauweise, die ausschließlich wassergebundene Naturdecken verwendet, die mit lokalen, unbehandelten Baumaterialien erstellt werden, ist dabei von besonderem Vorteil. Denn auf eine Asphaltierung und die damit verbundene Einbringung künstlicher bzw. chemischer Baustoffe und die ökologisch nachteilige Flächenversiegelung wird bei der ThüringenForst-AöR aus Umweltschutzgründen verzichtet. Die Landesforstanstalt leistet damit einen erheblichen Beitrag für die Walderholung, den Waldtourismus, die Sportförderung – aber auch den Naturschutz.