Schadholzanteil in deutschen Wäldern geht weiter zurück BMLEH fördert aktiven Waldumbau und Waldbewirtschaftung

In Deutschlands Wäldern ist im vergangenen Jahr weniger Kalamitätsholz – also Schadholz infolge etwa von Stürmen, Trockenheit oder Schädlingsbefall – angefallen als in den Vorjahren. Das zeigen die vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) auf Grundlage einer Länderbefragung zusammengetragen Kalamitätsholzzahlen für das Jahr 2025. Im vergangenen Jahr sind bundesweit etwa 9,7 Millionen Kubikmeter Kalamitätsholz angefallen. Das entspricht einer wiederzubewaldenden Fläche von rund 14.000 Hektar. Das BMLEH unterstützt die Stärkung der Wälder durch Förderung des aktiven Waldumbaus im Rahmen der Waldbewirtschaftung.

 

Im Jahr 2023 waren in Deutschland noch gut 34,8 Millionen Kubikmeter Kalamitätsholz angefallen, 2024 sank der Anteil auf etwa 23,1 Millionen Kubikmeter. Besonders bei Nadelbäumen wie der Fichte wird dieser rückläufige Trend deutlich – hier sind in den Vorjahren bereits viele der älteren Bäume abgestorben. Nach einem vielerorts sehr trockenen Frühjahr 2025 sorgten häufigere Niederschläge im Sommer dafür, dass sich der Borkenkäfer nicht so stark vermehren konnte wie in den Vorjahren. Das Schadgeschehen fiel bundesweit unterschiedlich aus.

 

Ziel des BMLEH ist es, die Wälder in Deutschland durch aktive Waldbewirtschaftung umzubauen – hin zu produktiven und klimaresilienten Mischwäldern. Über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) fördert der Bund gemeinsam mit den Ländern den Erhalt, die Pflege und die Entwicklung klimaresilienter Mischwälder. Dafür stehen 2026 bis zu 100 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung – für Waldumbau, Wiederaufforstung und Jungbestandspflege. Zudem werden über das Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ (KWM) zusätzliche Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen honoriert. Mehr als ein Fünftel des Privat- und Kommunalwaldes konnte darüber erreicht werden, das entspricht einer geförderten Waldfläche von knapp 1,7 Millionen Hektar. Über das Förderprogramm Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen (FPNR) fördert das BMLEH zudem Forschungsprojekte, die die Wissensgrundlagen für die Anpassung der Wälder an die Auswirkungen des Klimawandels verbessern.

 

Hintergrund:

Die Kalamitätsholzzahlen stellt das BMLEH seit 2018 aus Meldungen der Länder zusammen. Ziel ist es, einen Überblick über die Dynamik des Schadgeschehens in den Wäldern zu erhalten. Zudem werden die zur Wiederaufforstung anstehenden Waldflächen abgeschätzt.

 

Kalamitätsholz und dadurch wiederzubewaldende Fläche 2025 im Ländervergleich:

Länder

 

 

Kalamitätsholz in Kubikmetern

Wiederzubewaldende Fläche in Hektar

 

Nadelholz

Laubholz

Summe

 

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bund)

206.278  

8.961  

215.239  

300

Baden-Württemberg

1.600.000  

512.000  

2.112.000  

2.000

Bayern

3.016.000  

256.000  

3.272.000  

2.600

Berlin

12.000  

35.000  

47.000  

0

Brandenburg

119.000  

50.400  

169.400  

600

Hamburg

0

0

0    

0

Hessen

580.000  

525.000  

1.105.000  

600

Mecklenburg-Vorpommern

234.100

31.600   

265.700 

k. A.

Niedersachsen

306.872  

234.468  

541.340  

1.700

Nordrhein-Westfalen

40.000  

100.000  

140.000  

300

Rheinland-Pfalz

434.000  

51.000  

485.000  

1.200

Saarland

158.967  

14.528  

173.495  

500

Sachsen

127.246  

12.637  

139.883  

100

Sachsen-Anhalt

182.321  

189.187  

371.508  

1.000

Schleswig-Holstein

26.699  

6.548  

33.247  

100

Thüringen

536.029  

65.608  

601.637  

3.000

Deutschland

7.579.512 

2.092.937 

9.672.449 

14.100

 

Für Bremen liegen keine Zahlen vor.
 


Pressemitteilung: Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat