Niedersachsen wird „Land der Schulwälder“ – Partner unterzeichnen gemeinsame Erklärung im Schulwald Wendeburg

„Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume“ – unter diesem Motto pflanzen Schülerinnen und Schüler

aus Niedersachsen ihren eigenen Wald. Im grünen Klassenzimmer lernen sie mit Kopf, Herz und

Hand, Verantwortung zu übernehmen – für ihren Wald und ihre Zukunft.

Am 7. November unterzeichnen die Stiftung Zukunft Wald, die Niedersächsischen
Landesforsten, die Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt und Kultur sowie die kommunalen
Spitzenverbände im Schulwald Wendeburg eine gemeinsame Erklärung, um das erfolgreiche
Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ langfristig zu sichern und zu stärken.

Die im Rahmen dieser Veranstaltung stattfindende Pflanzaktion wird von rund 100 Schülerinnen
und Schülern der Grundschule Wendeburg, der Oberschule Aueschule und des Gymnasiums
Vechelde begleitet.

Schülerinnen und Schüler pflanzen ihren eigenen Wald

Gemeinsam pflanzen rund 100 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wendeburg, der
Oberschule Aueschule und des Gymnasiums Vechelde rund 1.000 junge Bäume und Sträucher im
neu erweiterten Teil des Schulwaldes. Damit wird der 2024 auf 1,2 Hektar vergrößerte Schulwald
fertiggestellt und an einzelnen Stellen ergänzt.

Die Schirmherrin der Stiftung Zukunft Wald, Niedersachsens Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz, Miriam Staudte, ist zufrieden: „Als Schirmherrin des Schulwaldprojekts liegt
mir die Verbindung von Wald und Bildung besonders am Herzen – beide Themen gehören untrennbar
zusammen. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Umweltbildung praxisnah gelingen kann: Wenn junge
Menschen den Wald erleben, wächst ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit und der Wunsch, unsere
natürliche Umwelt zu bewahren.“

Christian Meyer, niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, betont die
Bedeutung der Kooperation: „Die menschengemachte Klimakrise gefährdet die Wälder auf unserem
Planeten. Bäume pflanzen in Form von Schulwäldern leistet einen praktischen Beitrag, um
Schülerinnen und Schülern die Gefährdung unserer Umwelt anschaulich und nachvollziehbar zu
machen und das Verständnis für Natur, Klimaschutz und Klimafolgen zu fördern. Bäume und Wälder
sind unsere Superhelden – gut fürs Klima, für den Wasserhaushalt, für Erholung und wichtiger
Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.“

Gemeinsam für mehr Schulwälder in Niedersachsen

Die Unterstützung umfasst die Bereitstellung geeigneter Flächen, die Gewinnung weiterer Schulen für
das Projekt, politische und ideelle Förderung sowie finanzielle Mittel zur Sicherung der Umsetzung
und Koordination der Schulwaldarbeit. Niedersachsen soll so weiter als „Land der Schulwälder“
gestärkt und Bildung für nachhaltige Entwicklung fest in Schule, Forstwirtschaft und Gesellschaft
verankert werden.

Dr. Joachim Schwind, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages, für die
Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände (AGKSV) betont die Unterstützung der
Kommunen für den Erfolg des Projekts: „Der Begriff Nachhaltigkeit hat seinen Ursprung in der
Forstwirtschaft. Das Projekt Schulwald verankert dies nun auch in der Bildung. Die Kommunen helfen
aktiv bei der Suche nach geeigneten Flächen und schaffen so die Grundlage, dass sich Schulen
engagieren können.“

„In Schulwäldern erleben Kinder unmittelbar, wie ihr eigenes Handeln die Zukunft wirksam verändern
kann. So werden die grünen Klassenzimmer zu Orten, an denen nachhaltiges Denken und Handeln
ganz praktisch erfahrbar werden. Das Projekt passt somit ideal zu dem für 2026 ausgerufenen
Klimaschutzjahr“, erklärt Julia Hamburg, Niedersachsens Kultusministerin.

„Die Gründung der Stiftung Zukunft Wald - Landesforsten Stiftung - vor 15 Jahren war die richtige
Entscheidung. Sie verbindet Forst, Umweltbildung und gesellschaftliches Engagement auf
vorbildliche Weise. Mit dem Schulwaldprojekt ist aus einer kleinen Idee eine landesweite Bewegung
geworden, die zeigt, wie lebendig und zukunftsorientiert Waldpädagogik in Niedersachsen gelebt wird.
Dass nun Politik und Kommunen gemeinsam hinter unserer Arbeit stehen, bestätigt den
eingeschlagenen Weg und stärkt die Stiftung in ihrer Aufgabe, Natur und Wald in ihrer ganzen Vielfalt
erlebbar zu machen.“, so Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten und
Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Zukunft Wald.

„Für uns als Stiftung ist diese gemeinsame Erklärung ein riesiger Ansporn und Ausdruck echter
Wertschätzung. Wir arbeiten jeden Tag daran, neue Schulwälder zu pflanzen – inzwischen sind es über
85 in ganz Niedersachsen. Mit der Unterstützung der drei Ministerien und der Kommunalen
Spitzenverbände können wir unsere Arbeit noch weiter ausbauen und damit vielen weiteren Kindern
ermöglichen, ihren eigenen Wald zu pflanzen und Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen.“,
sagt Elisabeth Hüsing, Direktorin der Stiftung Zukunft Wald.

Hintergrund

Seit 2011 sind in Niedersachsen mehr als 85 Schulwälder entstanden. Die Flächen – meist zwischen
0,5 und 2 Hektar – werden den Schulen für 30 Jahre kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Stiftung
Zukunft Wald übernimmt Planung, Pflanzung und pädagogische Begleitung. Den Schulen entstehen
keine Kosten.
Der Schulwald ist nicht nur Pflanzfläche, sondern auch ein lebendiges grünes Klassenzimmer, das für
den Unterricht jeder Fächer genutzt werden kann. Unterstützung bei der Umsetzung des Draußen-
Unterrichts bekommen Lehrkräfte über eine digitale Lernplattform mit Unterrichtsmaterialien und
Projektideen, durch Fortbildungen und der beratenden Unterstützung durch die Stiftung Zukunft
Wald.

 


Pressemitteilung: Niedersächsische Landesforsten