Günstiges Brennholz für den Kamin: So geht´s!

ThüringenForst stellt drei Möglichkeiten der privaten Brennholzversorgung vor. Wer selbst die Motorsäge anlegt, kann viel Geld sparen – muss aber auch einiges beachten!

Quelle: Dr. Horst Sproßmann - Brennholzlagerung im Wald: Keine gute Idee, denn die Trocknung verzögert sich deutlich und die Diebstahlgefahr ist sehr hoch

Erfurt (hs): Im häuslichen Kamin Brennholz aus der Region zu verbrennen ist wirtschaftlich, da man sich durch die Wahl eines heimischen Energieträgers „vor der eigenen Haustüre“ von der Fremdversorgung und steigenden Öl- und Gaspreisen unabhängig macht. „Es ist als nachwachsender Rohstoff klimaneutral, da nur das CO2 bei der Verbrennung frei wird, was durch nachhaltig bewirtschaftete Wälder wieder eingelagert wird“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Und Holz verbrennt urgemütlich, es schafft schnell eine wohlige Wärme und eine gemütliche Atmosphäre. Da wundert es nicht, dass Holz ein beliebter Energieträger ist. Aber wie kommt man kostengünstig an Brennholz heran? Die ThüringenForst-AöR, Thüringens flächengrößter Waldbesitzer, stellt drei Möglichkeiten vor:

 

1. Der Weg in den nächsten Baumarkt, zum Händler oder über den Onlineshop

Wer rasch kaminfertiges, also gehacktes, getrocknetes und gespaltenes Holz, braucht, kann im nächsten Baumarkt, beim regionalen Brennholzhändler oder im Onlineshop einkaufen gehen. Während es in der Regel beim Brennholzhändler gute Ware regionaler Herkunft gibt, ist dies laut Verbraucherschützer bei großen Baumarktketten oder beim Onlinehändler nicht zweifelsfrei gegeben. Baumarkt, Brennholzhandel oder Onlineshop ist die kostenintensivste, aber einfachste Art der Brennholzversorgung.

 

2. Aufgearbeitetes Holz vom Waldweg kaufen

Forstleute und Waldbesitzende verkaufen Ihr Holz in Brennholzqualität am Waldweg als Polter. Allerdings muss dieses Holz noch zu Hause gesägt, gespalten, mindestens sechs Monate getrocknet und folglich geschützt gelagert werden, bevor es das Heim wärmt. Vorteil: Es ist vergleichsweise kostengünstig. Und das Brennholz wärmt gleich zweimal: Beim Bearbeiten und beim Verbrennen.

 

3. Mit der Motorsäge Kaminholz im Wald selbst „werben“

Die finanziell erschwinglichste, aber auch aufwendigste Art des Brennholzkaufs ist die „Brennholzwerbung“ bei der ThüringenForst-AöR oder dem kommunalen oder privaten Waldbesitzenden. Dies bedeutet, selbst mit der Motorsäge in den Wald zu gehen und sich Bäume zuweisen zu lassen, die als Brennholz mittels Kaufvertrag geerntet werden können. Das Brennholz wird im Wald aufgestapelt, die Menge geschätzt und mit dem vertraglich vereinbarten Verkaufspreis pro Raummeter verrechnet. Nachteil:  Motorsäge, Schutzausrüstung und PKW-Anhänger sind nötig, aber auch ein Motorsägenschein. Der kostet extra und lohnt nur, wenn regelmäßig Brennholz selbst geworben wird. Und nicht zuletzt: Waldarbeit ist körperlich anstrengend und gefährlich.

So kann vergleichbares Brennholz zwischen 15 Euro und über 150 Euro pro Raummeter kosten. Die individuellen Fähigkeiten und technischen Möglichkeiten sind letztlich ausschlaggebend, welche Option die „günstigste“ ist. Aber egal welche Option man wählt – Brennholz ist im Sommer in der Regel immer günstiger als im Winter. Und in Stadtnähe nachfragebedingt oft teurer als auf dem Land. Stets wichtig: Es sollte ausnahmslos nur trockenes Holz verfeuert werden – der Umwelt zuliebe.