Wernigerode ist die PEFC-Waldhauptstadt 2019

11. Januar 2019

Wernigerode und der Stadtwald von oben. (c) Jürgen Meusel

Stuttgart. Wernigerode im Harz ist die PEFC-Waldhauptstadt 2019. Mit dem Gewinn der Wahl konnte sich die Stadt in Sachsen-Anhalt gegen vier weitere hochkarätige Mitbewerber durchsetzen und wird den Titel „PEFC-Waldhauptstadt“ ein Jahr lang zur Bekanntmachung der zahlreichen Aktivitäten rund um das Thema nachhaltige Waldbewirtschaftung aktiv einsetzen. Den zweiten Platz im Wettbewerb sicherte sich die Gemeinde Breuberg in Hessen, auf Platz Drei folgte Weißenburg in Bayern.

Mit rund 2.000 Hektar gehört Wernigerode zu den Kommunen in Deutschland mit dem größten Waldanteil und der Stadtwald ist bereits seit 2001 PEFC-zertifiziert. 2017 hat die Stadt für das besondere Engagement für Erholungssuchende zusätzlich die Auszeichnung „PEFC-Erholungswald“ erhalten.

Wernigerode überzeugte die Jury im Besonderen durch die Anstrengungen, im touristisch stark frequentierten Stadtwald rund um das Wernigeröder Schloss einen Ausgleich zwischen forstwirtschaftlichen Anforderungen, Erholung sowie Natur- und Denkmalschutz herzustellen. Darüber hinaus hat sich die Stadt in den vergangenen Jahren zum Gastgeberort Nr. 1 für forstfachliche und forstpolitische Veranstaltungen etabliert. Zudem legt die Stadt großen Wert auf eine nachhaltige Beschaffung von Holz- und Papierprodukten, indem sie bspw. das stadteigene Büromaterial mit PEFC-Siegel einkauft.
2019 wird Wernigerode den Titel PEFC-Waldhauptstadt mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungskonzept feiern. Öffentlichkeitswirksam wird beispielsweise im April, anlässlich des Internationalen Tag des Baumes, die Flatter-Ulme als Baum des Jahres gepflanzt. Diese Aktion wird genutzt, um über das Engagement Wernigerodes für den eigenen Stadtwald zu informieren. Im August findet der Familienerlebnistag „Wald“ des Wildparks Christianental statt. Im September wird es anlässlich des Wernigeröder Umweltmarkts viele Aktionen zum Thema Wald geben.

„Wald ist viel mehr als Holznutzung, das wird in Wernigerode anschaulich deutlich. Erholung, Sport, Naturschutz, Denkmalpflege – die Anforderungen an unseren Wald sind vielfältig. Ein Beispiel ist der Wald um unser Schloss in Wernigerode. Als Stadtwald wird er für die Holzproduktion genutzt. Als „ehemaliger fürstlicher Tiergarten“ ist er ein denkmalgeschützter Park, hier ist früher schon die Fürstenfamilie gelustwandelt, und es wurden Tiere gehalten. Heute laufen viele Menschen, Einheimische wie Touristinnen und Touristen, durch den Wald. Auf dem Weg zum Schloss, zur Erholung, für das Naturerlebnis. Darüber hinaus sind dort Jogger, Mountainbiker, Walker, Geocacher etc. unterwegs. Der Harz und insbesondere Wernigerode sind touristisch stark frequentiert – unsere Stadt zählt jährlich ca. 2,0 Mio. Tagesbesucher und 1,3 Mio. Übernachtungen – entsprechend groß ist der Besucherdruck auf den Wald. Wir haben dieser Tatsache Rechnung getragen, indem wir unseren Stadtwald im vergangenen Jahr als PEFC-Erholungswald zertifizieren haben lassen. Wir kümmern uns also in besonderem Maße um attraktive Wege und Pfade, eine gute Infrastruktur und Beschilderung, um Öffentlichkeitsarbeit und Konfliktmanagement“, erläutert Oberbürgermeister Peter Gaffert. „Wir sind sehr stolz darauf, nun als Waldhauptstadt ein Jahr lang diese Themenvielfalt noch viel besser in die Öffentlichkeit bringen zu können.“

Wernigerode profitiert von der Ernennung zur PEFC-Waldhauptstadt nun auf vielfältige Weise. Als Preis erhält die Stadt von PEFC Deutschland 1.000 Forstpflanzen zur Pflanzung im Stadtwald. Zudem unterstützt PEFC Deutschland Wernigerode bei Aktivitäten zur Bekanntmachung des Titels mit einem Betrag von 3.000€. In den nächsten Wochen wird die offizielle Urkundenübergabe an die Waldhauptstadt Wernigerode erfolgen.

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