Girls'Day 2018: Mädchen erkunden Berufe im Wald

27. April 2018

Forstwirtschaftsmeister Meinolf Stötzel, Auszubildende Lea Röver und Shirin beim pflanzen. Quelle: Wald und Holz NRW

170 Plätze hat Wald und Holz NRW am Girls'Day 2018 angeboten, um Mädchen ab der 5. Klasse einen ersten Schritt in die forstliche Berufswelt zu ermöglichen. In 15 Regionalforstämtern konnten sie die Forstleute einen Tag lang bei der vielseitigen Arbeit im Wald begleiten und aufschlussreiche Einblicke in die praktischen Tätigkeiten sowie die typischen Verwaltungsaufgaben gewinnen.

Die Försterinnen und Förster vermittelten den Mädchen nicht nur Kenntnisse über die Struktur von Wald und Holz NRW und wie wichtig der enge Kontakt zu den Waldbesitzerinnen und -besitzern ist, sondern auch, dass ihre tägliche Arbeit von der Multifunktionalität des Waldes bestimmt wird. Denn der Wald ist Lebensraum vieler verschiedener Tier-, Pflanzen- und Pilzarten und erfüllt gleichzeitig Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion. Die Herausforderung für die Forstleute besteht darin, allen gleichermaßen gerecht zu werden.

Selbst mitanpacken konnten die Teilnehmerinnen, als es darum ging, die einzelnen Schritte der Holzernte im Wald nachzuvollziehen: Angefangen vom Auszeichen, über die Baumfällung, das Rücken bis hin zur Aufmessung der Stämme. Die Mädchen haben die hierfür notwendigen Geräte kennengelernt und konnten die Arbeit mit Kluppe und Maßband direkt selbst ausprobieren. Bei der Planung einer Kulturfläche galt es Flächengrößen zu ermitteln, die Unterschiedlichkeit der Wachstumsansprüche von Baumarten zu beachten und die Kostenkalkulation für die zur Naturverjüngung notwendigen ergänzende Pflanzmaßnahme durchzurechnen.

Girls'Day zum achten Mal bei Wald und Holz NRW
Der Girls'Day findet seit mittlerweile 17 Jahren einmal jährlich mit dem Ziel statt, Mädchen für eher männergeprägte Berufsbilder zu begeistern. Wald und Holz NRW nimmt sich zum achten Mal dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe an. Denn auch hier sind Frauen als Forstwirtinnen und Försterinnen im gehobenen sowie im höheren Dienst noch wesentlich unterrepräsentiert. „Forstwirtschaft ist traditionell ein männerdominierter Bereich, ohne dass es in der heutigen Zeit hierfür sachliche oder fachliche Gründe gibt“, sagt Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW. Denn gemischte Teams in Unternehmen haben sogar positive Auswirkungen auf innovative Entwicklungen und Unternehmensleistungen. Durch die Synergieeffekte profitieren die Mitarbeitenden, der Betrieb und seine Kunden.

www.wald.nrw.de