Sächsische Waldwochen werden zehn Jahre alt

13. April 2018

Umweltstaatssekretär Dr. Frank Pfeil und Mitarbeiter von Sachsenforst gestaltet zusammen mit Schülern der 7. Klasse der Oberschule Geising einen ökologisch wertvollen Waldrand bei Schellerhau im Osterzgebirge. Foto: Renke Coordes, Sachsenforst

Umweltstaatssekretär Dr. Frank Pfeil hat heute in Schellerhau im Osterzgebirge die Sächsischen Waldwochen eröffnet. „Ich gratuliere dem Staatsbetrieb Sachsenforst zum Jubiläum, denn dieses Jahr werden die Waldwochen zum jetzt schon zehnten Mal veranstaltet", so Dr. Pfeil. „In vielen Wäldern Sachsens finden Mitmachaktionen statt wie Bäume pflanzen oder Biotope pflegen. Auf diese Weise führen wir zum einen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung des Waldes für den Menschen vor Augen. Zum anderen werben wir damit um Akzeptanz für den Sinn und die Notwendigkeit seiner nachhaltigen multifunktionalen Bewirtschaftung."

Seit dem Jahr 2009 haben Interessierte bei den Sächsischen Waldwochen auf ganz praktische Art und Weise die Möglichkeit, den Wald nicht nur hautnah zu erleben. Sie erfahren gleichzeitig viel über die diversen Ökosystemleistungen des Waldes, seine Nutzung, aber auch seine Gefährdungen. „So werden während der Sächsischen Waldwochen genau wie Ihr andere Schülerinnen und Schüler, aber auch Mitglieder von Sport-, Heimat- und anderen Vereinen, Mitarbeiter von Agrargenossenschaften oder Vertreter von Verbänden den Pflanzspaten oder die Astsäge in die Hand nehmen", stimmte der Staatssekretär, die Schüler der 7. Klasse der Oberschule Geising, die zur Eröffnung der Waldwochen nach Schellerhau gekommen waren, auf ihre praktische Arbeit im Wald ein.

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass gesunde Wälder nicht selbstverständlich seien. „Welche Gefahren ihnen drohen, konnten wir alle in den letzten Monaten durch die Folgen des Sturmtiefs ‚Friederike‘ sehen", stellte Dr. Pfeil fest. „Auch hier in Schellerhau wurde uns vor Augen geführt, welchen Naturkräften unsere Wälder zeitweise widerstehen müssen“. Um diesen im Zuge der Klimaänderungen künftig häufiger auftretenden extremen Witterungsereignissen zu begegnen, bauen die Waldbesitzer den Wald um. „Mit dem Waldumbau in stabile, arten- und strukturreiche, leistungsfähige Mischwälder schaffen wir einen Zukunftswald für unsere nachfolgenden Generationen", so der Staatssekretär.

Ganz praktisch pflanzten die Schüler gemeinsam mit dem Staatssekretär und Mitarbeitern des Forstbezirkes Bärenfels Sträucher und Ebereschen für einen ökologisch wertvollen, mehrschichtigen Waldrand. Tatkräftig nahmen sie darüber hinaus die Pflege eines Steinrückens in Arbeit. „Diese Biotope, die im Osterzgebirge das Landschaftsbild prägen, haben eine wichtige ökologische Funktion. Sie bieten wärme- und trockenheitsliebenden Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Darum sind sie kostbarer Teil unserer Kulturlandschaft und unbedingt erhaltenswert“, lobte der Staatssekretär abschließend das Engagement der Schüler.

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