Dauerfrost erleichtert Waldarbeiten

28. Februar 2018

Dort wo Friederike gewütet hat, sind Waldbesitzende und Forstleute besonders froh über den Frost. Denn plötzlich muss viel mehr Holz geborgen und transportiert werden als üblich. Und das geht auf gefrorenen Böden viel leichter. Quelle: Ulrich Haufe – Wald und Holz NRW

Ganz Deutschland friert: Hoch „Hartmut“ hält die Temperaturen seit ein paar Tagen tagsüber und in der Nacht im Minusbereich. Der Dauerfrost freut vor allem die Försterinnen und Förster.
 
Der Frost kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach Sturm „Friederike“ am 18. Januar 2018 dauern die Aufräumarbeiten in den Wäldern an. Eine große Menge Sturmholz muss nach und nach aufgearbeitet und aus den Wäldern abgefahren werden. In den Wäldern, die der Sturm weitgehend verschont hat, steht die alljährliche Holzernte an. Wenn der Waldboden so tiefgefroren ist wie aktuell, hinterlassen die Ernte- und Transportmaschinen nur geringe Spuren.
 
„Ein paar Tage Frost helfen uns im Wald nicht weiter. Aber jetzt nach über einer Woche kommen wir endlich auch in die besonders schwierigen Waldbereiche. Dort liegen noch Bäume, die wir wegen der total aufgeweichten Böden nicht herausholen konnten. Das so genannte Holzrücken ist für den Waldboden belastender als die Fällarbeiten selbst“, erklärt Heinz-Peter Hochhäuser, Leiter des Regionalforstamts Münsterland.
 
Um den Waldboden zu schonen, bewegen sich die Maschinen nur auf sogenannten Rückegassen, die im Staatswald im Abstand von 40 Meter angelegt sind. Aber auch auf den Rückegassen soll der Boden so schonend wie möglich genutzt werden. In den letzten, weitgehend frostfreien Jahren war das schwierig.  
„Schöner als jetzt kann es nicht sein. Wir sind mit allen verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Wald dabei, Holz zu ernten“, sagt Uwe Schölmerich, Leiter des Regionalforstamts Rhein-Sieg-Erft.
 
Wald und Holz NRW weist darauf hin, dass das Betreten von Waldflächen, während Holz eingeschlagen, aufbereitet oder verladen wird, aus Sicherheitsgründen verboten ist. Hier herrscht Lebensgefahr. Diese Bereiche müssen weiträumig umlaufen werden.

www.wald.nrw