Thüringens Wälder glimpflich davongekommen

12. März 2019

Auch wenn Orkantief „Eberhard“ nach erster Schätzung keine großflächigen Sturmwürfe zur Folge hatte, kann auch ein Einzelwurf empfindliche Schäden nach sich ziehen. Foto: ThüringenForst

Erfurt (hs): Am vergangenen Wochenende zog Orkantief „Eberhard“ über Mitteldeutschland. Starke Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 116 km/h -auch im Flachland- haben im Wald Spuren hinterlassen. Insbesondere im Südharz, aber auch in weiten Teilen Thüringens kam es in den Wäldern vielerorts zu Einzelwürfen, die viele Waldwege und Straßen beeinträchtigten. Nach einer ersten Schätzung dürften mehrere tausend Bäume dem Orkantief zum Opfer gefallen sein. Das Schadensausmaß ist entsprechend dieser Schätzung allerdings im Vergleich zu Orkantief „Friederike“, das Mitte Januar 2018 über Thüringen zog, deutlich geringer. „ThüringenForst arbeitet mit Hochdruck daran, die Straßen und Waldwege freizuschneiden. Erst mit der Wiederherstellung einer ordnungsgemäßen Waldwegeinfrastruktur lässt sich genauer abschätzen, welche Schäden im Einzelnen entstanden sind“, so Jörn Ripken, ThüringenForst-Vorstand. Die Sicherheit der Waldbesucherinnen und Waldbesucher sowie der ThüringenForst-Beschäftigten steht bei der Aufarbeitung an erster Stelle. „Auch nach Abflauen der Orkanböen besteht noch für mehrere Tage die Gefahr umstürzender Bäume und herabfallender Äste“, mahnt Ripken. Er empfiehlt deshalb, die Wälder mit besonderer Umsicht zu betreten. In den kommenden Tagen werden voraussichtlich genauere Kenntnisse über das Schadensausmaß in den heimischen Wäldern vorliegen. Forstministerin Birgit Keller zeigte sich erleichtert, dass es offensichtlich keine gravierenden Schäden gab: „Nach der Trockenheit und wegen des Borkenkäferbefalls ist der Wald derzeit ohnehin stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Beseitigung dieser Schäden verlangt unseren Forstleuten Einiges ab. Dass diese Arbeit mit Umsicht und Hochdruck erledigt wird, dafür bin ich sehr dankbar.“           

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