Waldzustand

Fichte mit Kronenverlichtung<br>(Foto: C. Blohm)

Die bundesweite Waldzustandserhebung wird seit 1984 jährlich von den Ländern basierend auf einem systematischen Netz von Stichproben vorgenommen. Durch die regelmäßigen Erhebungen beim Kronenzustand können Veränderungen erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz des Waldes.

Die Einschätzung der Kronenverlichtung erfolgt im Vergleich zu einem voll benadelten beziehungsweise voll belaubten gesunden Baum der jeweiligen Art in 5-Prozent-Stufen. Diese werden zu Schadstufen von 0 bis 4 zusammengefasst. Die Schadstufen 2, 3 und 4 werden dabei der Kategorie "deutliche Kronenverlichtungen" zugeordnet, sie entspricht einer Kronenverlichtung von mehr als 25 Prozent. Schadstufe 0 umfasst Kronenverlichtungen von 0 bis 10 Prozent. Schadstufe 1 mit Kronenverlichtungen zwischen elf und 25 Prozent gilt als Warnstufe. Die mittlere Kronenverlichtung ist der Mittelwert der Kronenverlichtung aller Probebäume.

Auf den Waldzustand wirken verschiedene Faktoren ein, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken oder abschwächen können. Hierzu gehören das Baumalter und die Veranlagung der einzelnen Bäume, die gegenwärtige und frühere Bewirtschaftung, Standortfaktoren, das Auftreten von Schadorganismen, der Eintrag von Luftschadstoffen und anderes. Abhängig vom Ausmaß und von der Geschwindigkeit, mit der sie sich vollzieht, führt die Klimaänderung zu zusätzlichen Risiken für den Wald.

Waldzustandsbericht 2015

Der Kronenzustand der Buche hat sich 2015 gegenüber dem Vorjahr stark verbessert. Bei den übrigen Baumarten sowie insgesamt sind die Ergebnisse gegenüber 2014 nahezu unverändert. Die in weiten Teilen Deutschlands herrschende Hitze und Trockenheit schlug sich zum Aufnahmezeitpunkt noch nicht überall im Kronenzustand nieder.

Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984 sind die Anteile der Schadstufen 2 bis 4 und die mittlere Kronenverlichtung bei den Laubbäumen stark angestiegen. Der Kronenzustand von Fichte und Kiefer zeigt keinen deutlichen Trend; andere Nadelbäume haben sich verbessert. Im Durchschnitt aller Baumarten ergibt sich kein klarer Trend.

Die Einschätzung der Kronenverlichtung erfolgt im Vergleich zu einem voll benadelten beziehungsweise voll belaubten gesunden Baum der jeweiligen Art in 5-Prozent-Stufen. Diese werden zu Schadstufen von 0 bis 4 zusammengefasst. Die Schadstufen 2, 3 und 4 werden dabei der Kategorie "deutliche Kronenverlichtungen" zugeordnet, sie entspricht einer Kronenverlichtung von mehr als 25 Prozent. Schadstufe 0 umfasst Kronenverlichtungen von 0 bis 10 Prozent. Schadstufe 1 mit Kronenverlichtungen zwischen elf und 25 Prozent gilt als Warnstufe. Die mittlere Kronenverlichtung ist der Mittelwert der Kronenverlichtung aller Probebäume.

Im Durchschnitt aller Baumarten betrug im Sommer 2015 der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen (Schadstufen 2 bis 4) 24 Prozent (2014: 26 Prozent). Auf die Warnstufe entfallen 43 Prozent (2014: 41 Prozent). Ohne Verlichtung waren es wie schon im Vorjahr 33 Prozent. Die mittlere Kronenverlichtung ist von 20,4 Prozent auf 20,0 Prozent gefallen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

    Bei der Fichte betrug der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen unverändert 28 Prozent. Auf die Warnstufe entfallen 37 Prozent (2014: 39 Prozent). Ohne Verlichtung waren 35 Prozent (2014: 33 Prozent). Die mittlere Kronenverlichtung ist jedoch von 20,2 Prozent auf 20,6 Prozent gestiegen.
    Bei der Kiefer betrug der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen 13 Prozent (2014: 12 Prozent). Auf die Warnstufe entfallen 51 Prozent (2014: 50 Prozent). Ohne Kronenverlichtung waren 36 Prozent (2014: 38 Prozent). Die mittlere Kronenverlichtung ist von 16,4 Prozent auf 16,9 Prozent gestiegen.
    Bei der Buche hat sich der Kronenzustand gegenüber 2014 deutlich verbessert. Der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen ist von 48 Prozent auf 33 Prozent gefallen. Auf die Warnstufe entfielen 45 Prozent (2014: 38 Prozent). Der Anteil ohne Verlichtung betrug 22 Prozent (2014: 14 Prozent). Die mittlere Kronenverlichtung ist von 27,6 Prozent auf 23,3 Prozent gesunken. Der Kronenzustand 2014 war stark durch die in diesem Jahr üppige Fruktifikation geprägt. 2015 gab es nur wenige mittel oder stark fruktifizierende Bäume. Entsprechend hat sich der Kronenzustand erholt.
    Bei der Eiche ist der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr unverändert. Auch die Anteile der Warnstufe mit 40 Prozent und der Bäume ohne Verlichtung mit 24 Prozent waren gegenüber dem Vorjahr unverändert. Diese scheinbare Konstanz ist das Ergebnis regional gegenläufiger Entwicklungen, die sich im Bundesdurchschnitt ausgleichen. Die mittlere Kronenverlichtung ist von 24,7 Prozent auf 24,1 Prozent gesunken.

Quelle: BMEL